Es wird ein Leben nach Corona geben. Und es gibt eins mittendrin

In diesen Zeiten wird uns allen einiges abverlangt und das zieht sich durch alle Lebensbereiche. 

Doch hier soll es um den beruflichen Bereich gehen.

Der Umgang mit der derzeitigen Situation ist genauso divers wie die Unternehmen und Branchen selbst. Es gibt diejenigen, die unter den bestmöglich machbaren Vorsichtsmaßnahmen den Betrieb aufrecht erhalten so lange es geht. Ton-, Film- und Synchronstudios zum Beispiel. Es gibt diese, die einfach auf Homeoffice und Digital umstellen und es gibt diese, bei denen plötzlich alles still steht. 

Ich beobachte, wie sich Künstler und Musiker zusammenschließen, um gemeinsam weiter zu machen. Gerade auch in der Yogaszene, bei Coaches und Menschen, deren Sicht auf die Dinge spirituell geprägt ist, geht das Leben weiter seinen Gang und die ganze Sache wird wesentlich entspannter und sachlicher betrachtet. Mit den nötigen Einschränkungen, doch es geht weiter. Einfach so und niemand im Umfeld stellt das infrage oder reagiert gar ablehnend oder verurteilend darauf. Ich bringe das an, weil sich mittlerweile auch sehr klare Meinungslager und Verhaltensweisen herausgebildet haben, was ich teils mit Sorge betrachte. Da tun sich teilweise Abgründe auf, die zwar aufschlussreich, doch leider nicht im positiven Sinne, sind. 

Meine persönliche Meinung zu alledem ist diese: Statt in die Angst und damit in den Fight-or-Flight-Modus zu gehen, sollten wir in der Vernunft und vor allem im positiven Mindset bleiben. Auch, wenn das manchmal schwer ist. Das ist es für mich auch. Doch Angst ist einfach kein guter Ratgeber. In diesen Zeiten gewinnt diese gute alte Weisheit umso mehr an Relevanz und Bedeutung. Wenn wir ihr verfallen, sollten wir uns das genauer ansehen und uns selbst wieder aus diesem Strudel heraus manövrieren.

Ich muss kein ausgewiesener Stratege für XY oder Wirtschaftswissenschaftler sein um zu sehen: Es wird eine Zeit nach diesem Zustand geben und auf die sollten wir uns alle einstellen und vorbereiten. Das ist auch für Psyche und Seele gut. Davon abgesehen gibt es natürlich auch immer noch die Jetzt-Zeit. Die Zeit bleibt nicht stehen. Sie geht weiter und es liegt in unserer Macht, jeden Moment von ihr zu gestalten. Was wir jetzt tun, hat automatisch auch Auswirkungen auf die Zukunft.

Aus der rein beruflichen Sicht bedeutet das für mich: Es ist die Zeit, sowohl ganze Kommunikations- als auch rein thematische Strategien für die Zeit nach Corona aufzusetzen. Es gibt auch jetzt thematische Chancen, man muss sie nur finden, sehen und umsetzen. Es ist Zeit sich zu überlegen, was man aus dieser Situation Lehrreiches mitnimmt. Und das betrifft das persönliche Verhalten, aufkommende Emotionen, den Umgang damit im eignen Unternehmen, den Umgang mit den Mitmenschen und den Blick auf die Gesellschaft in der wir leben. 

Die Redaktionen arbeiten und planen weiter. Heute erst habe ich ein Interview vermittelt. Der Aufhänger ist nicht Corona. Auch wurde mir zugetragen, dass teilweise die Themen ausgehen. Ebbt die Corona-Phase ab, wird es auch tatsächlich ein thematisches Loch geben, wenn jetzt nicht überlegt wird, was es eigentlich sonst noch Interessantes und Wissenswertes zu erzählen gibt. Und glaubt mir, es gibt eine Menge anderer Dinge zu erzählen und sehr viele Menschen da draußen sehnen sich nach thematischer Diversität.

Wer kennt das Ohngesicht aus „Chihoros Reise ins Zauberland“? Der an sich friedliche Geist wird immer größer, gieriger und gefährlicher durch ständige Aufmerksamkeit und Zufütterung ebenso gieriger Menschen. Schon vor Anbruch dieser seltsamen Zeiten fand ich: Was für ein gelungenes Bild. Ich liebe es!

Im Leben geht es immer darum, neutral zu beobachten und Schlüsse zu ziehen. Das ist nicht einfach und eine große Kunst, also fangen wir besser gestern mit dem Üben an. Denn derzeit ist Fight-or-Flight noch oberstes Gebot und laut offizieller Spontan-Studie zu den einzelnen Corona-Phasen ist das noch lange nicht die Spitze des Eisbergs.

Um nicht vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen schließe ich diesen Beitrag mit den Worten: Alle, die das Ende nach Corona und / oder Chancen währenddessen sehen, die sich den „ganz normalen Wahnsinn” wünschen und / oder ihn suchen, sind herzlich eingeladen, sich bei mir zu melden. Ich arbeite jetzt natürlich zu 100 Prozent remote. Das bedeutet lediglich, dass ein ganz persönliches Kennenlernen nicht möglich ist. 

Doch es wird eine Zeit nach Corona geben. Und bis dahin Skype oder Zoom. 

Die Firma dankt, ich wünsche Euch alles Gute, bleibt gesund, in der Ratio und vor allem in Eurer Mitte! 

Haux Haux.